Die Rhetorik der “geistigen Heimat” beschwört eine gefühlte, moralisch unanfechtbare Nation in Zeiten ökonomischer Kälte. Ein Essay über Risiken und Chancen der Wiederentdeckung eines Begriffs. (weiterlesen…)
Steht da geschrieben, ein Politiker dankt ab, dann dürfen wir uns feudaler Zustände erinnern: an „König Kurt” Biedenkopf etwa oder an den “Landesvater” Johannes Rau. Andere Rücktritte werden spontan vollzogen und erscheinen kaum zwingend, sie werden als “Davonlaufen” bewertet, zum Beispiel bei Oskar Lafontaine. (weiterlesen…)
Kennen Sie den? Theodor W. Adorno, Max Horkheimer und Herbert Marcuse sitzen beim Apfelwein zusammen. Es geht um übliche Fragen: (weiterlesen…)
Stefan Hippler ist deutscher Pfarrer in Kapstadt und liegt mit seiner Kirche regelmäßig im Konflikt. Deutsche Bischöfe verbieten ihm eine Lesereise mit kritischem Buch zur Aids-Politik der katholischen Kirche. (weiterlesen…)
Feridun Zaimoglu hat seinen von der Kritik gefeierten Roman Leyla übertroffen und sich selbst mit Liebesbrand ein kleines Denkmal gesetzt. In der deutschen Gegenwartsliteratur wird dieser Roman nur schwerlich seinesgleichen finden. (weiterlesen…)
Diese Entdeckung verändert die Sicht auf die frühen Jahre des Komponisten: In diesem Werk setzt er geschickt Echo-Effekte ein. Anregungen dafür holte er sich in sehr jungen Jahren. Damit ist der Fund ein weiterer Beweis: Auch Bach war ein Wunderkind. (weiterlesen…)
In Deutschland leben mehr als eine Million blinde und sehbehinderte Menschen. Ihre Behinderung erschwert die Orientierung im Alltag. Von zahlreichen kulturellen Angeboten, die zum größten Teil aus visuellen Eindrücken bestehen, sind sie besonders ausgeschlossen. (weiterlesen…)
Schriften zu Zeitschriften: Die “kritischen berichte” lesen die Schriftzüge im urbanen Raum. Graffiti gab’s schon immer … (weiterlesen…)
Ein Bild aus besseren Tagen: Rabbiner, die Papst Benedikt XVI. während des Weltjugendtages 2005 in der Kölner Synagoge herzlich willkommen heißen; ein zufrieden lächelnder Kardinal Walter Kasper hinter dem Pontifex. Eine Demonstration der Eintracht von Christen mit ihren “älteren Brüdern”.
Zweieinhalb Jahre später ist von dieser Harmonie wenig übrig geblieben. Im Gegenteil: (weiterlesen…)
Es gibt wieder Anlass, über diesen bitteren Satz von Albert Camus nachzudenken, wir tun das: Journalisten, die über ihr Metier nachdenken, geraten leicht in die Situation eines Tausendfüßlers, der sich überlegt, mit welchem Fuß er anfangen soll: Er verhakt sich dann leicht. Wir Journalisten sind nicht sehr gut beim Definieren unseres Selbstverständnisses, wir überlassen das Feld gern den ahnungslosen, aber ungehetzten Kommunikationswissenschaftlern.

