“Nichts Menschliches ist mir fremd”: wir kennen das Credo des Stoikers das längst zum Fluch des Kulturalisten geworden ist. Wie soll ich, wenn mir nichts mehr fremd ist, noch auf Menschliches neugierig sein? Mich davon faszinieren lassen oder es wenigstens respektieren? Meine Identität und Würde behaupten und gegebenenfalls für die des Anderen kämpfen? Fremdheit eignet eine Würde, die der bloßen wohlfeilen Andersheit, die nicht einmal verabscheut werden darf, abgeht. Der Weltbürger, der sich überall zuhause wähnt, weil ihn an seinen Gattungsgenossen nichts mehr befremdet, hat jeden Grund verloren, Unterschiede überhaupt wahrzunehmen.
Daß Gehorsam eine Tugend und Ungehorsam ein Laster sei, darauf haben über Jahrhunderte hinweg Kaiser, Könige, Päpste und Prister sowieso, Feudalherren, Industrielle, Landvögte, Polizisten, Lehrer und dergleichen sowie Eltern bestanden. Wir halten dem entgegen … (weiterlesen…)
Polemiker, Unruhestifter und die Unruhe überhaupt haben hierzulande einen einen schlechten Ruf. Zu Unrecht meinen wir, denn Unruhestifter (womit wir nicht Neinsager auf Teufel komm raus meinen, am kommenden Sonntag aber soll ausnahmsweise mit NEIN votiert werden) haben dafür gesorgt, dass demokratische Strukturen eingeführt oder verbessert wurden, ihr Unruhegeist gelte uns als demokratisches Elixier. Am, besser noch, hinterm Ofen sitzend aber, beschäftigt und zufrieden mit der Tageszeitung, sitzt, der da (Text im Anhang) singt: “Lisette, noch ein Gläschen Bier, ich will ein braver Bürger werden …” - so wird ein solcher von oben geliebt. Und dann liebt auch er alles und sich auch. Und hat Ärger mit Niemandem! (weiterlesen…)

Im Namen der Toleranz
müssen wir das Recht
beanspruchen dürfen,
die Intoleranz
nicht zu tolerieren.
In vino veritas zum NPD Verbot:
Nur einmal bringt des Jahres Lauf / uns Herbst und Lerchenlieder. (weiterlesen…)
Wenn Religionen, wenn Weltanschauungen über viele Jahrhunderte in einer Gesellschaft nicht nur vorherrschend war, sondern eine ideologische Monopolstellung hatte, und es keine anderen Sozialisationsagenten gab, ist selbstverständlich, dass wertgeschätzte Eigenschaften damit auch verbunden werden. (weiterlesen…)
Auf einer Vortragsveranstaltung der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Heidelberg war am Dienstag (8. Nov. 2011) MdB Dirk Niebel, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, zu Gast. Wir stellen unseren Lesern unkommentiert den vollen Wortlaut seiner »Heidelberger Rede zur Zukunft der deutschen Entwicklungspolitik als Zukunftspolitik« zur Verfügung: (weiterlesen…)

